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Aryaman Stefan Wellershaus >>Kontakt

Verfasst am 12.11.2009
Aryaman Stefan, der Geschichten schreibt, meistens für sich. Meine Themen drehen sich um ...
z.B. Indisches Tantra, z.B. "Khajuraho"– auf diesen Internet-Blogs khajuraho-mein-tantra.blog. Ich zeige euch die "Khajuraho-Tempel - Tantra, spirituelle Erotik, ein Blick ins indische Mittelalter". Bericht und Erleben in den Tantra-Tempeln aus dem mittelalterlichen Indien, dazu Fotos.
 
Motto: „Der Mönch sieht mir in die Augen, ganz still und rein und ohne ein Ziel, und er sagt: du bist hier doch nicht zum Diskutieren hergekommen, doch nicht um dein Wissen zu erweitern ... setz dich davor und sieh dir die Szene an. Sieh sie dir an bis das Denken ein wenig in den Hintergrund fällt und das, was da geschieht, dich ergreift, und dann verstehst du.“
 


Weiteres findet ihr im Internet in meiner Sammlung von Blogs, die in folgendem Blog zusammengefasst sind: mein-abenteuer-mein-leben75 Von diesem Blog aus kannst du weitergehen, und wieder weitergehen.

Inhalte dieser Blogs sind: Geschriebenes, Gezeichnetes, Fotografiertes – das sind die Wege, euch über mein Leben zu berichten. Da sind Fantasien, die durch mein Leben entstanden sind, die sich durch dieses Abenteuer, mein Leben, ziehen. Und es sind Berichte über meine wissenschaftlichen Erfahrungen. Meine Gefühle sind oft erotisch, und in jüngeren Jahren waren sie Grundlage zu meinen Liebes-Begegnungen. Meine erotischen Gefühle sind vielfältig, weiblich, männlich, jugendlich, alt .... Auch mein (meist indisches) Tantra versteht bitte in diesem Zusammenhang.

Ich bin dankbar, daß es mit dieser guten Organisation von Google die Möglichkeit gibt, mich öffentlich zu äußern.

Hier das Gesamtverzeichnis meiner Blogs und ihrer Themen (Posts): mein-abenteuer-mein-leben75.blogspot.com

1)
  Klare Wässer: kurze Beschreibungen von Milieus in Flußmündungen, natürliche und menschengemachte: „Nahrungsnetz nahe der Wesermündung“, „Weser-Ästuar“, „artificial estuaries“, „The copepod Eurytemora in estuaries“
2)
  Verantwortung für das Leben tragen: das Leben in Verantwortung leben: „Kinder gegen Technik“, „East and West in Science“, „Paradigms in Science“, „Verantwortung für MEIN Leben - die Polio“.
3)
  Plankton lebend: Plankton-Fotografie auf See: „Die Technik der Planktonfotografie an Bord“, „Larve eines Polychaet-Wurmes im Indik“, „die `Erbsen-Krebschen´ im Roten Meer“, „Larven von der Nordseeküste“, „Krabbenlarve im Roten Meer“, „Krabenlarve: Zoea“.
4)
  tantricum: meine Ideen von Tantra: „Einführung in `Tantricum´“, „ein Brief an eine Freundin“, „Jugendliche Tantra-Erlebnisse“, von hier aus weitergeleitet zur Geschichte "Des jungen Gymnasiasten Rudolf's Leben mit den Mädchen - und dann als Schlosserei-Praktikant " (seht zu Tantra auch in „Mein Indien“)
5)
  die absolute Forderung nach Liebe: außergewöhnliche Liebes-Geschichten: „Lina - oder die totale Forderung nach Liebe“, „Isas Leben bei Frau Katharina“, „ich liebe Krishna“, „Schotten in Hameln - und dann .. . die Bilder“, „ein Hamelner Junge im Kilt ...“, „der Künstler - oder?“, „im Künstlercafe“.
6)
  mein Indien: meine Prägungen in Indien, auch Tantra: „der Rote Kiesel“, „Ragi, oder Erste Liebe im Stadtpark – und dann . . .“
>> Textauszug
7)
  mein Tibet: Tibet, meine Hoffnung für die Zukunft: „Mein Weg in den Norden über die früh gealterten Himalayas — die Schneeberge“
8)
  Die Ghân in Rohan: eine Geschichte angenähert an „der Herr der Ringe“ von Tolkien: „Bericht über die Wilden Menschen von Rohan - vom Leben der Ghân im Weißen Gebirge - oder: Aspekte der wahren Lebenskunst“
>> Textauszug
   
     
Und so wird noch einiges hinzukommen, seht immer mal wieder herein. Zum Beispiel der Versuch, die wissenschaftliche Erforschung von Flußmündungen anders zu gestalten: „Geroner ...“ in Annäherung an Tolkien´s „Herr der Ringe“


Textauszüge:

Aus "mein Indien"
„Ragi, oder Erste Liebe im Stadtpark – und dann . . .“

Ausschnitt aus meiner Geschichte mit Ragi, die eine fast-indische Tantrika ist, aber in Deutschland lebt. Sie gibt mir tiefe Einblicke in mein Wesen, eben über Tantra, wir sind 17, und es ist in den 1950er Jahren.

Das ist alles so anders, ich fühle, daß ich hier in einem ganz fremden Land bin. Es kommt mir fast vor, als würde hier eine fremde Sprache gespochen.
An der Wand hängt eine Karte von „Bharat“, wie Indien in der Hindostani-Sprache heißt, Bharat steht verschnörkelt drauf, und es ist eine grell bunte Karte. Ragi zeigt mir auf der Karte, wo dieser Berg Arunachala liegt und geht ins Wohnzimmer und zeigt auf eine mit einem bunten Tuch gedeckte Bank, über der wieder so ein fremdes Foto hängt, — das zeigt auch Shiva, aber nun tanzend. Ich will auch tanzen, sagt Ragi eifrig.
Wir sind allein. — Wie tanzen? Ich mag gar nicht tanzen, — was, du magst nicht tanzen? Das ist doch das Schönste, Stefan: Tanzen! Ich lege mal eine Platte auf mit Blues. — Doch solche amerikanischen Sachen liegen mir überhaupt nicht. Sie sind mir ebenso unverständlich wie diese Bilder, ja etwas unangenehm. Die Bilder aber sind mir nicht unangenehm, nur fremd.
Sie fängt einfach an, das ist doch klasse, sagt sie, B.B.King und seine Leute. — Einfach allein tanzt sie so dahin, Arme und Füße und Kleid schwingen umher, ein rosa Seidentuch um die Haare gewunden schwingt auch. Da nützt mir die ganze Tanzschule nicht. Verlegen stehe ich herum und sehe zu wie sie tanzt, sie lässt ihr Kleid fliegen, dreht sich im Kreis, einen Petticoat müsste ich haben, da würdest du dich wundern! Das wäre doch das Neueste!
Wieso tanzt du so allein, frage ich, — Warum tanze ich so? Meistens tanze ich so, und du willst ja nicht. Eigentlich tanze ich lieber allein, da ist mehr los, kann ich tun, was ich will, bin nicht so an diese Tanzstundenschritte gebunden. Ich bin doch frei — oder? Und so kann ich dir was vortanzen.
Ja, ja diese neumodischen Petticoats, ich wundere mich immer wieder, wie die Mädchen sowas tragen mögen — und noch so viel Geld ausgeben ... Irgendwie finde ich die nicht besonders interessant, sage ich. — ach, du müßtest mal Mädchen sein und erleben, wie sich das anfühlt: dieses Rascheln bei jedem Schritt, die Beine in den schönsten und wertvollsten Seidenstrümpfen, edle Schuhe zum Abschluß, der Petticoat — oder all die vier oder fünf Petticoats übereinander fliegen im Wind und doch ist alles verborgen ... verborgen in diesen Tausenden von Rüschel-Falten. Sieh mal dieses Bild an, das aus einer amerikanischen Zeitschrift stammt. Das finde ich schön — na ja, immer möchte ich auch nicht so gehen, aber mal beim Tanzen?
Nein, ich kann mir das nicht vorstellen, das wäre mir zu fremd am eigenen Körper. Ragi schwärmt weiter:
Und dann all´ die Spitzen unten dran, und die gucken unter´m Rock raus, oh, oh — doch eigentlich ist das nicht mein Stil, nur mal so´n Spielchen für einen Abend. Ich möchte alle diese Dinge mal erleben, aber nicht für normal diesen Tüddelkram tragen. Du, alles möchte ich mal erleben, möchte meinen Blick überall hinwerfen und genießen, was zu genießen ist. Möchte manche Blicke über meinen Tellerrand hinaus werfen, wie man so sagt, weit hinaus.

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Aus "Die Ghân in Rohan ..."
Zwei Ausschnitte aus der Geschichte: „Die Wilden Menschen von Rohan - vom Leben der Ghân im Weißen Gebirge - oder: Aspekte der wahren Lebenskunst“


Ich habe euch erzählt, wie ich mit dem Dunkelrot eingeweiht wurde, damals auf dem Weg vom Schneeborn-Tal hier herauf. Ich fühlte mich wie unter einem Zauber – das war es wohl auch: die Ghân können alle zaubern, besser als die großen Zauberer bei den Rohirrim, das habe ich bald gesehen. Die Ghân zaubern aber selten Großes, jemand sagte mal zu mir:

 
"Wenn Leute zu zaubern versuchen, wollen sie meistens der Wirklichkeit entfliehen, die Wirklichkeit wird zu schwer. Zaubern kann so etwas wie Furcht sein, sich der Wirklichkeit zu stellen. Ein Entweichen in eine „andere Wirklichkeit“, wenn einem die „normale Wirklichkeit“ nicht behagt, wenn man Angst vor ihr hat. Doch es hilft nichts, man kann ihr nicht entrinnen – auch durch Weg-Zaubern nicht – wenn das überhaupt möglich ist, was ich nicht glaube. Wirksamer wäre, der Wirklichkeit offen und mutig zu begegnen."
 

Nicht weit vom Dorf finden wir schon eine Hütte, darin sitzt still ein Einsiedler von vielleicht vierzehn Jahren, in schafbraune wollene Tücher gehüllt. Wir legen ein paar Blumen und etwas zu essen hin und setzen uns daneben. Der Junge sieht kurz hoch zu uns und senkt dann die Augen wieder, sieht gelassen auf einen Punkt auf dem erdigen Boden, eine Armlänge entfernt. Er ist ganz ruhig, atmet ruhig und bewegt sich wenig und leicht. Ab und zu trinkt er etwas Wasser, reckt sich und ist dann wieder still. Nach langer Zeit beginnt er zu sprechen und fragt, woher ich komme. In wenigen Worten antwortet meine Begleiterin. Später sagt er mir, daß er mir erst zeigen wollte, in welcher Weise zu antworten ist: wenig und sehr, sehr gelassen – doch er weiß nicht, wie viel ich schon beim Lachenden Eremit und in Pavitrani gelernt habe.
Wir bleiben über Nacht in der Nähe der Hütte. Der Einsiedler singt ab und zu Lieder, die ich schon mal gehört habe: bei uns in Rohan in einem alten Tempel – und nun fällt mir ein, daß in diesem Tempel in einem Dorf in der Nähe von Edoras Bilder an die Wände gemalt sind, die den Statuen Ulam´s bei den Ghân ähneln. Sie sind sehr verwittert, und viel Farbe ist schon verblichen. In meine Decke gewickelt liege ich, kann kaum schlafen, weil es hier so schön und einfach ist: die leisen Lieder des Jungen, die wie kleine Glocken in der Nacht klingen; das Rauschen der Blätter in einem Molian Baum an einer Quelle in der Nähe; das Rascheln von unsichtbaren Tierflügeln; ab und zu Sternschnuppen ...
Morgens sehe ich den Einsiedler, wie er die ankommende Sonne begrüßt: still, mit weit erhobenen Armen, dann lässt er sich auf die Knie, beugt sich vor und legt die Hände zum Gruß zusammen und dann rechts und links auf den Boden, berührt mit der Stirn den Boden mehrere Male sehr sanft und weich. Dann singt er wieder ein schönes, helles Lied.
Wie wir zu ihm in die Hütte gehen, uns vor ihm verbeugen und wieder etwas Obst hinlegen, sieht er aufmerksam in meine Augen, ganz still. Ich kann nicht anders, muß vor ihm mit der Stirn den Boden berühren. Meine Sinne fließen, es scheint, daß ich mich verliere, bin nicht mehr da, wo ich vorher war. Seine Augen folgen mir bis tief in mich hinein und machen alles leicht. Seine hohe, leichte Stimme summt und hilft mir zu noch mehr innerer Ruhe. Seine Hände streichen mir über die Stirn und bleiben in der Mitte einen Augenblick – ich fühle die Einfachheit bei ihm.

Nach langer Zeit gehen wir. Draußen fängt mein Körper an zu zittern – es ist ein Zittern der Wonne. Ich kann kaum gehen, meine Begleiterin lässt das so sein und geht hinter mir, um mich zu stützen, wenn es nötig sein sollte. Nach einer Zeit setzen wir uns an einen Bach, und ich beginne leicht zu weinen. Langsam löst sich alles. Nun ist mir sehr wohl, ich fasse die Frau an der Hand, wir umarmen uns und fühlen uns sehr wohl. Wir bleiben hier und gehen erst am nächsten Morgen weiter.

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Kontakt:
Aryaman Stefan Wellershaus
Gemeinschaft Olgashof
Rabenzweig 1
23966 Olgashof
  Tel.: 03841-793337
ma.aryafrau@gmx.de

 
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Aus „mein Tibet“: Tsering oberhalb von Tabo
 

Aus mein Indien, „Ragi ...“, : das Blaue Haus

 
Aus „Geroner“: Entwurf eines Forschungsschiffes
 
Aus „Die Wilden Menschen von Rohan ...“: das Starkhorn
 
Aus „Die Wilden Menschen von Rohan ...“: die Shakti
 
Aus Indisches Tantra, zum Beispiel über „Khajuraho“: Parsvanath-Tempel